Am Weg in die Oberstadt (Domber) kommen wir am Parlament und der russisch-orthodoxen Kirche vorbei anschließend besichtigen wir den
Dom mit unzähligen Wappen der Adelsgeschlechter


Der Domberg (estnisch: Toompea) ist ein Kalkberg in der estnischen Hauptstadt Tallinn, der als Wahrzeichen der Stadt gilt. Auf dem Domberg befindet sich die Oberstadt. Bis 1877 war diese eine von der Unterstadt Tallinns getrennte Stadt. Angeblich soll hier die Grabstätte des estnischen Nationalhelden Kalev liegen. 1684 gab es auf dem Domberg einen Brand, der große Schäden anrichtete. Der Domberg und die Unterstadt waren bis 1877 sowohl in Verwaltung wie auch Rechtsprechung zwei autonome Städte. Der Domberg, auf dem der Bischof, der Vertreter des Landesherrn, des Deutschen Ordens und die Vertretung der Ritterschaft saßen, ist bis heute Zentrum der Staatsgewalt. Hier haben das Parlament der Republik Estland (Riigikogu) und die Regierung ihren Sitz. Der Domberg erhebt sich 48 m über der Unterstadt. Für den Bau eines Schlosses ließ die Zarin Katherina die Große südliche und östliche Teile der Burg abreißen und einen Barockpalast wie in St. Petersburg errichten. Der Bau erfolgte von 1767 bis 1773 für den russischen Gouverneur von Estland. Nach Brandschäden wurde anstatt des Konventsgebäudes des Schlosses 1922 ein neues Gebäude errichtet, das zum Sitz des heutigen estnischen Parlaments wurde; Die Unterstadt ist, geschichtlich gesehen, die eigentliche Stadt Reval. Hier lebte der Großteil der Stadtbevölkerung, Handwerker und Kaufleute. Die Stadt war dem Landesherrn gegenüber unabhängig. Es waren lediglich geringe jährliche Zahlungen an Zins und Pacht an den Orden zu leisten, und im Falle eines feierlichen Einzuges in die Stadt musste sie dem Landesherrn huldigen. In Rechtsfragen wandte sich die Stadt an Lübeck.
Unterstadt: Das Zentrum bildet der Rathausplatz (estn. Raekoja plats), der von dem 1322 erstmals erwähnten, aber schon im 13. Jahrhundert errichteten gotischen Rathaus und anderen stattlichen Gebäuden umschlossen wird. Das Wahrzeichen Tallinns – die Figur des Stadtknechts „Alter Thomas“ schmückt seit 1530 die Turmspitze. Die beiden Wasserspeier in Drachengestalt sind aus dem 17. Jahrhundert.
Der Rathausplatz ist der belebteste Platz der Stadt. An einem schönen Tag Ende August voll mit Touristen
Gegenüber dem Rathaus befindet sich die Ratsapotheke. Sie wurde 1422 erstmals urkundlich erwähnt und ist damit eine der beiden ältesten noch tätigen Apotheken Europas (die andere ist in Dubrovnik. Die Stadtmauer ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im Mittelalter war Tallinn eine der am besten befestigten Städte an der Ostsee. Mit dem Bau der Befestigungen wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begonnen und dauerte die folgenden 300 Jahre an. Die St. Nikolaikirche, eine spätgotische Steinkirche, entstammt dem Anfang des 13. Jahrhunderts.
Nennenswert sind der Hauptaltar vom Lübecker Meister Hermen Rode aus dem Jahre 1481 und das Fragment des Totentanzes vom Lübecker Meister Bernt Notke. Sie ist ein Beispiel der im 13. Jahrhundert verbreiteten „Kaufmannskirchen“ (der Dachstuhl der Kirche diente als Warenlager). Zudem diente sie als Wehrkirche. Ab dem 15. Jahrhundert wurde sie zur Basilika umgebaut. Sie überstand als einzige Kirche den Bildersturm der Reformationszeit, weil, wie es heißt, der Kirchenvorsteher die Türschlösser mit Blei ausgießen ließ. Nach schwerer Zerstörung durch einen Bombenangriff im Jahre 1944 ist die Kirche heute Museum und Veranstaltungsort. Die Heiliggeistkirche (estn. Pühavaimu kirik), im 14. Jahrhundert als Kapelle zum Heiligengeist-Armenspital hinzu gebaut mit zwei Funktionen: Kirche des Armenhauses und Ratskapelle. Sie besitzt einen spätmittelalterlichen Flügelaltar des Lübecker Meisters Bernt Notke aus dem 15. Jahrhundert und eine Uhr aus dem 17. Jahrhundert, angefertigt vom Meister Christian Ackermann.
Sehenswert ist der Kiek in de Kök, ein ehemaliger Kanonenturm aus dem 15. Jahrhundert.
Am Nachmittag besuchen wir das Schloss Kadriorg - Katharinental. Zar Peter I. ließ sich vom italienischen Archtikten Niccolò Michetti diese prunkvolle Residenz am Fuße des Hügels Lasnamägi nah am Meer bauen. 1725 wurde der Grundstein gelegt, da sich der Bau verzögerte und böis 1735 hinzog, erlebte der Zar seine Fertigstellung nicht mehr.
Für seine Frau Katharina ließ Peter der Große im 18. Jh. den prachtvollen Garten gestalten.
Von den nach einem Brand 1850 noch erhaltenen und restaurierten Räumen ist der Weiße Saal der schönste
Zum Abendessen geht's heute in das Restaurant Peppersack, wo es eine eher mäßige Ente gab.
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