Wir fahren heute um 8:30h in Memel ab und direkt zum Berg der Kreuze, dem litauischen Nationalheiligtum. Der Berg der Kreuze ist ein katholisch und touristisch geprägter Wallfahrtsort, der für die Litauer ein Ort des Glaubens und des Nationalbewusstseins wurde. Nach Anfängen im Mittelalter erhielt dieser Ort besonderen Zulauf durch den Aufstand gegen den Zarismus (1864-1904), später als Zentrum des Widerstands in der Sowjetzeit und seit der Wende als Zeichen der Dankbarkeit. Die Bezeichnung Berg ist gewaltig übertrieben, aufgrund seiner geringen Höhe von zehn Metern kommt die Bezeichnung Hügel näher. Eine schmale Treppe aus Holzbohlen führt über den sattelförmigen Doppelhügel. Pilger pflegen Kreuze auf diesen Hügel zu stellen, häufig verbunden mit einem Wunsch oder Dank. Die Wallfahrt erfolgt individuell und ist an keine Termine gebunden, jedoch wird der Berg der Kreuze besonders zu Hochzeiten, Geburten und an Ostern besucht.
Die letzte Besichtigung in Litauen. Jetzt geht's zur Grenze nach Lettland.
Lettland (lettisch Latvija) ist der zweitgrößte baltische Staat mit rund 65.000 km² Fläche und schwach 2 Mill. Einwohnern. Seit dem Inkrafttreten der EU-Erweiterung am 1. Mai 2004 ist Lettland Mitglied der Europäischen Union. Seit dem 1. Januar 2014 ist Lettland zusammen mit 18 anderen EU-Staaten Teil der Eurozone.
Unser erstes Ziel in Lettland ist das Schloss Rundāle (Pilsrundāle bzw. Schloss Ruhenthal), ein sich seit 1920 im Staatsbesitz befindliches Barockschloss in der lettischen Region Semgallen, nahe der Stadt Bauska. Es wird oft als das Versailles des Baltikums bezeichnet. Es gehört zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Barocks und des Rokoko in Lettland. Es wurde nach dem Vorbild des französischen Schlosses Versailles gestaltet. Das dreiflügelige und zweistöckige Schloss beherbergt auf fast 7000 m² 138 Zimmer und Säle. Der Schlosspark ist ebenfalls im französischen Stil angelegt.
Die Geschichte des Schlosses begann 1735, als Graf Ernst Johann Biron - ein Günstling der russischen Zarin Anna Iwanowna - das Gut Ruhental kaufte. Mit dem Entwurf wurde der russisch-italienische Architekt und Baumeister am Zarenhof Bartolomeo Francesco Rastrelli beauftragt, der bereits die Pläne für den Winterpalast der Eremitage in St. Petersburg erstellt hatte. Die Bauarbeiten dauerten zunächst bis 1740.








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen