Wir starten heute schon um 8h. Wir haben eine lange Fahrt und mehrere Besichtigungen vor uns. Das erste Ziel ist die mittelalterliche
Ordensburg von Cesis im Gauja Nationalpark, wo uns um 10h die erste Führung erwartet.

Die Anfänge der Stadt Cēsis sind vor 800 Jahren zu finden. Sie sind mit der mittelalterlichen Burg Cēsis verbunden, um die sich im 13.Jahrhundert die Stadt entwickelte. Die mittelalterliche Burg hat im Laufe der Jahrhunderte ihr Schicksal zusammen mit der Stadt Cēsis in Kämpfen gegen russische, polnische und schwedische Heeren geteilt. Die Burg, die mehrmals umgebaut und erweitert worden ist, hat ihre heutige architektonische Form am Ende des 15. Jahrhunderts und am Anfang des 16. Jahrhunderts erhalten. Den Zugang zur Burg haben die Verteidigungsgräben und drei große Vorburgen, die von starken Mauern umgegeben sind, erschwert. Die gut befestigte Burg hat ihre ersten ernsthaften Schäden im Livländischen Krieg (1558-1583) erlitten, und schon am Anfang des Großen Nordischen Krieges hat die Burg so viele Machtwechsel und Beschädigungen erlebt, dass sie nie mehr für militärische Zwecke genutzt worden ist.
Die kam 1777 die Burg in den Besitz der Grafenfamilie von Sievers, der einen Teil als Wohnsitz erneuern ließ, der heute das Stadtmuseum beherbergt
Neben der Ordensburg ließ Erzbischof Johannes der I. Von Lünen 1243 (mit vierjähriger Bauzeit) die Johanneskirche errichten
Der Gauja-Nationalpark ist der älteste und mit etwa 920 km² zugleich größte Nationalpark in Lettland. Er wurde bereits im September 1973 geschaffen und befindet sich im Gebiet der Städte Sigulda (deutsch: Segewold) und Cēsis (deutsch: Wenden). Namensgeber des Nationalparks ist der Fluss Gauja. Die historische deutsche Bezeichnung des Gebietes ist „Livländische Schweiz“ - sie leitet sich ab von einigen bescheidenen Hügeln und den rotgelb leuchtenden Sandsteinfelsen aus dem Devon. Auch unsere nächste Ziel die Burganlage von Sigulda liegt in diesem Nationalpark. Sigulda (deutsch: Segewold) ist eine Stadt in Lettland, nordöstlich von Riga am Ostufer der Gauja. Die ältesten archäologischen Funde in Siguldas Umgebung gehen auf 200 v. Chr. zurück. Sie stammen von Siedlern, die in Hütten lebten, Wild jagten, fischten und Viehzucht betrieben. Vom 6. bis zum 7. Jahrhundert n. Chr. siedelten sich hier Semgallen an, wie einige Grabhügel und die Reste eines Bauerngehöfts beweisen. Ausgrabungen bei der Burg Turaida und dem Schloss Satesele zeigen, dass Liven in dieser Gegend seit dem 11. Jahrhundert lebten. Aufgrund seiner bewegten Geschichte gibt es in der Umgebung von Sigulda eine Reihe Burgen und Schlösser, von denen die restaurierte Burg Turaida die wichtigste ist. Sie befindet sich nördlich der Stadt. Am Stadtrand kann man das Neue Schloss am Ufer der Gauja und die benachbarte Ruine der Ordensburg sowie am westlichen Ufer die Burgruine Krimulda mit dem Schloss Krimulda besichtigen.
Das Schloss von Sigulda

Burganlage von Sigulda, die 1207 vom livländischen Orden erbaut wurde
Die Burg liegt in einer herrlichen Parkanlage mit Sulpturen
Um 16:30h verlassen wir Lettland. Wir sind zum zweiten Mal in Estland, das letzte Mal auf einen Tagesausflug nach Tallinn von Helsinki aus.
Unser erstes Ziel in Estland die frühere Hauptstadt und jetzt mondäne Kurstadt Pärnu (deutsch Pernau) ist eine Hafenstadt im Kreis Pärnu in Estland mit 42.470 Einwohnern (2011). Pärnu gilt als wichtiges Seebad an der estnischen Küste. Sehenswert sind in der Altstadt die Elisabethkirche, die Katharinenkirche,
die Villa Ammende
Im neuen Konzerthaus der Stadt findet jeden Sommer das internationale David-Oistrach-Festival statt. Ferner findet jährlich im Juli das Pärnu International Documentary Film Festival statt. Von Pärnu sind noch 125km nach Tallinn. Um 20:30h beziehen wir schließlich unsere Zimmer im ParkInn by Radisson Blue Hotel.
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